Psalm 122(121),1-5.
[Ein Wallfahrtslied Davids.]
Ich freute mich,
als man mir sagte: «Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.»
Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem:
Jerusalem, du starke Stadt, dicht gebaut und fest gefügt.
Dorthin ziehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn,
wie es Israel geboten ist,
den Namen des Herrn zu preisen.
Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht,
die Throne des Hauses David.
Evangelium nach Lukas 13,1-9.
Zu dieser Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten
ihm von den Galiläern, die Pilatus beim Opfern umbringen ließ, so daß sich
ihr Blut mit dem ihrer Opfertiere vermischte. Da sagte er zu ihnen: Meint
ihr, daß nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist,
alle anderen Galiläer aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso
umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt. Oder jene achtzehn Menschen,
die beim Einsturz des Turms von Schiloach erschlagen wurden - meint ihr,
daß nur sie Schuld auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von
Jerusalem aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso
umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt. Und er erzählte ihnen dieses
Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum; und als er
kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine. Da sagte er zu seinem
Weingärtner: Jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser
Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter
dem Boden seine Kraft nehmen? Der Weingärtner erwiderte: Herr, laß ihn
dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und
düngen. Vielleicht trägt er doch noch Früchte; wenn nicht, dann laß ihn
umhauen.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
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