Psalm 122(121),1-2.4-5.
[Ein Wallfahrtslied Davids.]
Ich freute mich,
als man mir sagte: «Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.»
Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem:
Dorthin ziehen die Stämme hinauf,
die Stämme des Herrn, wie es Israel geboten ist,
den Namen des Herrn zu preisen.
Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht,
die Throne des Hauses David.
Brief des Apostel Paulus an die Kolosser 1,12-20.
Dankt dem Vater mit Freude! Er hat euch fähig gemacht,
Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind. Er hat uns der
Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines
geliebten Sohnes. Durch ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der
Sünden. Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene
der ganzen Schöpfung. Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel
und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und
Herrschaften, Mächte und Gewalten; alles ist durch ihn und auf ihn hin
geschaffen. Er ist vor aller Schöpfung, in ihm hat alles Bestand. Er ist das
Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche. Er ist der Ursprung, der
Erstgeborene der Toten; so hat er in allem den Vorrang. Denn Gott
wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, um durch ihn alles zu
versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen,
der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.
Evangelium nach Lukas 23,35-43.
Die Leute standen dabei und schauten zu; auch die
führenden Männer des Volkes verlachten ihn und sagten: Anderen hat
er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erwählte Messias
Gottes ist. Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin,
reichten ihm Essig und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann
hilf dir selbst! Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist
der König der Juden. Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen,
verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und
auch uns! Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du
fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. Uns
geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber
hat nichts Unrechtes getan. Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn
du in dein Reich kommst. Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir:
Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.
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