Psalm 81(80),6-8.9.10-11.14.17.
Das hat er als Gesetz für Josef erlassen,
als Gott gegen Ägypten auszog.
Eine Stimme höre ich, die ich noch nie vernahm:
Seine Schulter hab' ich von der Bürde befreit,
seine Hände kamen los vom Lastkorb.
Du riefst in der Not, und ich riß dich heraus;
ich habe dich aus dem Gewölk des Donners erhört,
an den Wassern von Mer½ba geprüft. [Sela]
Höre, mein Volk, ich will dich mahnen! Israel,
wolltest du doch auf mich hören!
Für dich gibt es keinen andern Gott.
Du sollst keinen fremden Gott anbeten.
Ich bin der Herr, dein Gott,
der dich heraufgeführt hat aus Ägypten.
Tu deinen Mund auf! Ich will ihn füllen.
Ach daß doch mein Volk auf mich hörte,
daß Israel gehen wollte auf meinen Wegen!
Ich würde es nähren mit bestem Weizen
und mit Honig aus dem Felsen sättigen.
Evangelium nach Markus 12,28-34.
Ein Schriftgelehrter hatte ihrem Streit zugehört; und da
er bemerkt hatte, wie treffend Jesus ihnen antwortete, ging er zu ihm
hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist
der einzige Herr.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und
ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich
selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast
du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm,
und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben
und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle
Brandopfer und anderen Opfer.
Jesus sah, daß er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm:
Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine
Frage zu stellen.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
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